Liebe Leserin, lieber Leser,
die Zahl Vierzig hat in der Bibel eine besondere Bedeutung. Sie steht für eine von Gott gesetzte Zeit der Läuterung, Vorbereitung und Erneuerung. 40 Jahre führte Gott Israel durch die Wüste – heraus aus der Sklaverei, hinein in die Freiheit.
40 Tage wanderte Elija zum Gottesberg Horeb, um Gott im „verschwebenden Schweigen“ (so übersetzt Martin Buber, Erstes Buch der Könige, 19,12) zu begegnen.
40 Tage verbrachte Jesus in der Wüste, bevor er sein öffentliches Wirken begann.
In all diesen Geschichten ist die Wüste ein Ort der Klärung: Altes wird zurückgelassen, Neues wächst heran. Die Fastenzeit greift diese Symbolik auf. Sie ist eine gottgeschenkte Zeit, in der Menschen sich prüfen, ordnen und auf das Osterfest vorbereiten. Die 40 Tage erinnern daran, dass Veränderung Zeit braucht – und dass Gott diese Zeit schenkt.
Matthias Lattek, Pastoralreferent
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